IN EINER STUND´UM MITTERNACHT

Foto: Max Messer

Ein Gedankenspiel

Wendekinder – „Der Spiegel“ und „Das Magazin“ haben sich im letzten Jahr je in einem Leitartikel den jungen Menschen gewidmet, die zur Zeit der Wende geboren wurden.Geboren an einem Punkt der Geschichte, an dem eine reale Welt zusammenbrach und ein neues Leben begann. Eine Zeit voll bedeutender Ereignisse - für die Jugendlichen einfach ihr Geburtsjahr. Mit den Ereignissen haben sie nichts zu tun. Heute führen sie ein ganz normales Leben mit all den dazugehörigen Herausforderungen, Glücksmomenten, Höhen und Tiefen, sowie Wünschen und Träumen. Das Stück fragt nach Verbindungen zum Früher und wirft einen Blick auf das Heute.

Sara, Cora, Hannah, Friedrich und Gregor verbringen ein Abenteuerwochenende im kalten Gebirge. Schon in der ersten Nacht werden sie auf die Probe gestellt. Sie träumen alle den selben Traum, der ihnen den Tod verheißt, wenn sie nicht binnen einer Stunde herausfinden, wer Erich Honecker war. Aber in dieser ländlichen Abgeschiedenheit kann man sich nur auf Erinnerungen an Gespräche über die Zeit vor der eigenen Geburt und auf eigene Phantasie besinnen. Ein Name wird plötzlich herausfordernde Wirklichkeit, mit dem man eigentlich nichts mehr zu tun hat.Ein nächtliches Spiel zu den Fragen: Wie prägt uns das, was wir nicht erlebt haben? Was haben wir mit der Vergangenheit zu tun?

Spielleitung: Nicole Aurich | Spiel: die Träumenden: Lisa Fugmann, Jonas Leonhardi, Jakob Pontius, Saskia Rudat, Klara Sebastian | der Chor: Caroline Heinz, Greta Magdon, Jonny Mieth, Greta Müller, Victoria Schilling Musik: Justus Männel | Assistenz: Sanna Immonen

 

Premiere am 5.März 2008, Societätstheater